Kongress

Mein Edutainment in Moderationen

Vorn ist eine Bühne aufgebaut? Gut – dann haben wir es mit einer Veranstaltung, einem Kongress, einer Tagung oder ähnlichem zu tun. Dass die Teilnehmer der Unterhaltung wegen kommen, können wir ebenfalls ausschließen – es sind berufliche oder geschäftliche Gründen, die die Gäste herbringen. Ernste und wichtige Sachen also.

Ich komme als Moderator dazu. Ich soll Unterhaltung und Spaß in die Veranstaltung bringen, die sonst nicht da wären. Ich bin der Entertainer des ernsten Anlasses.

Mich als Moderator zu holen, hat eine eigene Logik: die Teilnehmer allein sind mit ihren Geschäften, mit dem Ausleben der Motive ihrer Anwesenheit und nicht zuletzt mit ihrer Selbstdarstellung so sehr beschäftigt, dass für die Produktion von Spaß einfach keine Reserven mehr da sind. Bei mir fallen alle drei Punkte zusammen: Moderation ist mein Geschäft, ich bin des Spaßes wegen da und kann mich dabei sogar noch selbst darstellen – die perfekte Rolle.

Warum eigentlich trage ich keine Pappnase, sondern einen Anzug wie alle anderen Männer auch und warum spritze ich niemanden aus meiner Knopflochblume nass, sondern halte den Menschen ein Mikrophon unter die Nase?

Das hat wiederum mit dem zweiten Teil meines Auftrags als Moderator zu tun. Die Teilnehmer der Veranstaltung sind keine Zuschauer, sie sind meine Gäste; je mehr sie mit mir zu tun haben, zu tun haben müssen, desto mehr behandle ich sie als Gast. Es ist meine Aufgabe, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich meine Gäste wohl fühlen und ihre Ziele verfolgen können. Ich bin also der Wettermacher für ein entspanntes Klima.

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PRO Fachkräfte Kongress für Personal-Management

Normalerweise schreibe ich über Veranstaltungen, an denen ich selbst mitwirke. Jetzt ist es anders. Zugegeben – in den letzten Jahren habe ich gelegentlich an der Kongressreihe mitgewirkt; moderierend oder auch workshopend (Sprachkritiker aufgepasst – ein neuer Anglizismus!). In diesem Jahr am 15. November bin ich normaler Teilnehmer beim Personalkongress PRO Fachkräfte in Nürnberg und darauf freue ich mich besonders.

Es sind die Themen und die Vortragenden. Das Thema Fachkräfte ist nie erschöpft, nicht nur weil es immer noch zu wenige gibt und die Zukunft auch nicht lichter erscheint. Da sind die vielen neuen Aspekte. Gespannt bin ich, was sich hinter dem kessen Versprechen verbirgt „wer keine Fachkräfte findet, ist selber schuld!“. Irgendwie muss ich es zur gleichen Zeit auch schaffen, den anderen Workshop zu besuchen, in dem es um wertschätzendes Wirtschaften geht. Am noch frischen Vormittag bin ich sicher bei der Diskussion um die Kompetenz Geflüchteter zu finden – zwei der drei Referenten hatte ich schon in einer von mir moderierten Veranstaltung. Richtig neugierig bin ich, worauf die „Allianz pro Fachkräfte“ in diesem Jahr ihren Schwerpunkt setzt.

Ich will auf dem Kongress alte Bekannte wieder treffen. Das wird bestimmt eine entspannte Wanderung entlang der Grenze zwischen wichtigen Themen und dem Geplauder, das gerade dann erfrischend ist, wenn man sich nicht oft sieht. Wenn es sich im Gespräch ergibt, überspringen wir einfach einen Workshop und bleiben nach dem Pausengong am Bistrotisch stehen. Klatsch und Tratsch haben schon etwas für sich und toppen manchmal das spannendste fachliche Thema.

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