Powerpoint Karaoke

Edutainment und PowerPoint-Karaoke

Die Regeln des Powerpoint-Karaokes sind einfach erklärt: man fische eine Powerpoint-Präsentation aus dem Internet, drücke einem Menschen ein Mikrophon in die Hand, stelle ihn vor die laufende Präsentation und bitte ihn, eben dieselbe dem feixenden Publikum zu erklären. Natürlich ohne je zuvor auch nur eine Folie gesehen zu haben und ohne eine Möglichkeit Folienzahl oder Durchlaufgeschwindigkeit zu beeinflussen.

Für die Auswahl der Präsentation gilt die Regel, je weiter sie inhaltlich vom Erklärenden entfernt und je blöder, desto besser ist sie geeignet. Alle weiteren Regeln sind Zutat, wie z.B. die, aus einer Abfolge von mehreren Präsentationen mit Erklärungsversuchen einen sportlichen Wettkampf zu gestalten.

Das Ziel der Übung ist den schönen menschlichen Hang zur Schadenfreude zu unterstützen: zuschauen und sich amüsieren, wie sich dort vorn jemand produziert – mehr oder weniger gut, meistens weniger, was die Freude der Zuschauermeute freilich befeuert.

Ich liebe Powerpoint-Karaoke – oder PPK, um das Wortungetüm etwas handlicher zu machen. Nein, nicht als Zuschauer, sondern als Aktiver mit dem Mikrophon in der Hand. Nicht selten stehe ich als einziger mit dieser Haltung mutterseelenallein vor der Leinwand mit der schrillsten aller auffindbaren Präsentationen.

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