Gedanken aus der Krise (2): New Work und dann?

Erinnern Sie sich noch an das Schlagwort „New Work“? Das war damals vor der Krise ein Sammelbegriff für eine ganze Reihe erdachter und gewünschter neuer Entwicklungen des Arbeitslebens: Digitalisierung, dezentrales und situatives Arbeiten, Autonomie und Selbstverantwortung der Beschäftigten bei gemeinsamen und von allen Zielen für das Team und die Unternehmung. Damals vor der Krise, in den lang zurückliegenden Zeiten des Januar 2020 klangen diese Gedanken wie eine Utopie, die erst in ganz wenigen Unternehmen zaghaft realisiert wurde. Natürlich hatte das Schlagwort des „New Work“ damals allen Sonnenschein der Utopie: Mitbestimmung, Selbstverwirklichung, Ideen und Visionen.

Tags: 

Studienende. Das berufsbegleitende Studium erfolgreich abschließen

Lebenslanges Lernen? Geht klar, machen wir, ist doch eine Selbstverständlichkeit. Halbwertzeit des Wissens, Softskills updaten? Dafür gibt’s einen Haufen Fort- und Weiterbildungsangebote – für jede und jeden etwas Passendes, zum Beispiel ein berufsbegleitendes Studium.

Der Rest ist dann grauer Alltag. Seine Wochentage heißen Selbstorganisation, Studienplanung, Prüfungen schreiben, Lernen, Job erledigen und so weiter. Am Sonntag sieht man die Familie und die Freunde – wenn es hoch kommt.

Tags: 

Edutainment: Vorbereitung einer Moderation

Edutainment verfolgt Ziele, die durch Techniken des Edutainments besser, nachhaltiger und mit mehr Freude für alle Beteiligten erreicht werden sollen. Es erfordert eine gründliche planerische, organisatorische, methodische und inhaltliche Vorbereitung. Nur wenn er gründlich vorbereitet ist, kann der Edutainer wirklich spontan reagieren.

Als Vorbereitung einer Moderation erstelle ich ein ausführliches Skript, das selbst für eine Veranstaltung von nur zwei Stunden Dauer vier oder fünf Seiten umfassen kann. Das Skript begleitet mich durch die ganze Vorbereitung hindurch – am Ende kenne ich es nahezu auswendig. Es wird am Abend vor der Veranstaltung ausgedruckt und wandert in meine Moderationsmappe. Die Titelabbildung zeigt eine Skriptseite.

Tags: 

Meine Aufgabe heute: Edutainment

Mein Vortrag fiel ins Suppenkoma. Sie kennen das Suppenkoma? Ein heißer Juni-Nachmittag, es ist kurz vor vierzehn Uhr; die kalorienreiche Mittagspause liegt hinter, der ganze Nachmittag mit seinen Themen liegt noch vor uns. Wir sind auf einem Kongress, in einem mittelgroßen Raum, klein genug und so voll, dass der Vortragende zuhause mit Überfüllung prahlen kann. Die Frischluft scheint rationiert zu sein und wird im Laufe des Nachmittags immer knapper.

Tags: 

Sprüche, Sprüche - nichts als Sprüche

Dieser kleine Beitrag war nicht geplant, ergab sich aber aus dem besten aller Anlässe. Ich wurde darum gebeten. Und das kam so: vor einigen Tagen moderierte ich ein Seminar „Kundenorientierung und Beschwerdemanagement“. Beschwerden machen die schwierigen und schwer zu bändigenden Kunden. Schwierig heißt, die Kunden kreisen jenseits des guten Zuredens und vernünftigen Argumentierens in ihren Schleifen des Rechthabens und Rechtforderns. Wer wünscht sich in dieser Situation keine schlagfertigen Antworten und keine coolen Sprüche, um die Situation für sich zu entscheiden und endlich Ruhe zu haben? Ich sagte meine Hilfe zu, zumal ich selbst bereits im Seminar Sprüche vom Stapel gelassen hatte.

Tags: 

Distanzzonen? Vergessen Sie ihr Metermaß!

Körpersprache und Nonverbale Kommunikation sind ein noch ziemlich junges Gebiet der Kommunikationsforschung. Unter „Körpersprache“ wurde bis weit in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts allein das Ausdrucksverhalten von Schauspielern verstanden. Das änderte sich als die ersten Forschungen zur nonverbalen Kommunikation Ergebnisse lieferten, die sich populärwissenschaftlich und damit breitenwirksam umsetzen ließen. Die populäre Beschäftigung mit der Körpersprache generierte schnell Erwartungen, die sich nur als überzogen, ungerechtfertigt, spirituell und in vielen Fällen geradezu als manipulativ bezeichnen lassen. Die Gedanken anderer lesen zu können, ist ein Beispiel dafür.

Tags: 

Shakehands statt Nasenküsse. Warum schütteln wir einander zum Gruß die Hände?

Nasenkuss ist ein lustiges Wort und auch die Bilder vom Nasenkuss sind witzig anzuschauen. Es gibt sogar Bilder von Angela Merkel beim Nasenkuss, auf denen sie aber nicht ganz so entspannt wirkt, wie es das lustige Wort vom Nasenkuss empfiehlt.

Die alten Männer des Ostblocks dagegen begrüßten sich weniger grazil. Ihre Umarmungen hatten etwas vom Ringen im Freistil und der sich anschließende Kuss wirkt, als wurde ihnen ein sofortiges öffentliches Statement zum schwulen Coming –Out verordnet und sie hatten keine Zeit mehr gehabt, hinterm Vorhang zu üben.

Tags: 

Die Weintraube des Oberkellners

Urlaub, Sonne, Strand –die Basis für zwei Wochen in einem griechischen Hotel. Das Zimmer blickte meerwärts in den Sonnenaufgang hinein, die Küche war vorzüglich und der Service passte ausgezeichnet dazu. Wir mussten ungefähr gleich alt sein – der Oberkellner und ich. Damit endeten die wahrnehmbaren Gemeinsamkeiten. Die spürbaren Unterschiede lagen woanders: Er hieß „Konstantinos“, so stand es in gut lesbaren lateinischen Lettern auf seinem Namensschild, darunter in schwächerer Schrift „Constantin“. Einen griechisch geschriebenen Vornamen gab es nicht, sein Nachname wurde mir vorenthalten. Also sprach ich ihn als „Konstantinos“ an, ließ aber eine weitere Anrede fort.

Tags: 

Veranstaltungsteilnehmer und ihre Erwartungen

Veranstaltungen haben Zielgruppen, die von einer guten Organisation berücksichtigt werden. Wenn die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe ausreichend groß sind, eine Teilnahme in Erwägung zu ziehen, melden sie sich auch an. Das ist das Kalkül der Veranstalter. Jetzt kommt es darauf an, mit den Planungen die Bedürfnisse und Wünsche zu treffen, sie zu erfüllen oder gar darüber hinauszugehen.

Tags: 

Seiten

Heinrich Moethe RSS abonnieren